Saisonvorschau auf die Regionalliga der Männer - Teil 2
HC Neuenbürg 2000
Mit vier Neuzugängen geht der HC Neuenbürg in die neue Spielrunde der Regionalliga Baden-Württemberg. Neu auf dem Buchberg sind Torhüter Sebastian Neff sowie Rechtsaußen Vincent Cotic vom TSV Knittlingen, Rückraumspieler Valentin Stretz von der HSG Walzbachtal und Marcel Banghard vom hessischen Oberligisten TV Groß-Rohrheim.
Bereits seit Anfang Juni rinnt auf dem Buchberg wieder der Schweiß. „So früh haben wir noch nie begonnen. Zunächst mit Lauftraining, ehe es seit der letzten Juni-Woche wieder in die Halle ging. Bis Mitte August kommen außerdem noch weitere Crossfit-Einheiten hinzu. Alle sind voll dabei“, berichtet Coach Vedran Dozic über eine hoch motivierte Mannschaft.
VfL Waiblingen
Bis zum drittletzten Spieltag musste das Team vom Tim Baumgart um den Klassenerhalt bangen – dann brachen mit dem 35:28 über den TuS Steißlingen die Dämme und die Erleichterung war groß. Sicherlich nehmen sich die Tigers viel vor für die neue Spielzeit und wollen auf keinen Fall erneut in so eine prekäre Lage geraten.
Besonders freut man sich dabei auf die Derbys gegen den Aufsteiger aus Schmiden und die Waschbären aus Weinstadt, diese Spiele versprechen schon jetzt Zuschauer- und Stimmungsmagneten zu werden. Bis dahin wird aber weiter in Halle, Kraftraum und auf der Joggingstrecke geschwitzt.
TV 1893 Neuhausen/E.
Apropos Schwitzen auf der Joggingstrecke: Ein Höhepunkt in der Vorbereitung des TV Neuhausen war – wie in den vergangenen Jahren auch – die Teilnahme am 10 Km-Lauf des Ermstalmarathons. Dort wurde die Fitness der Jungs direkt geprüft, doch auch in der Halle geben die Männer von Toni Lutter Vollgas. Dabei wurde unter anderem gegen die Drittligisten aus Balingen und Pfullingen getestet, wobei wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung gezogen werden konnten.
Der TVN ist also gewillt, eine bessere Saison zu spielen als im Vorjahr. Denn hier mussten die Ermstäler bis zum letzten Spieltag zittern, als es zum Fernduell mit der MTG Wangen kam, welches bekanntlich mit dem besseren Ausgang für den TVN endete.
SG Köndringen/Teningen
Mit der SG Köndringen/Teningen begrüßen wir leider wieder einen Absteiger aus der 3. Liga in der Regionalliga. 14:46 Punkte standen nach 30 Spielen für die Männer aus dem südlichen Oberrheingebiet zu Buche und so reichte es „nur“ zu Platz 14.
Das Team um Toptorschütze Maurice Bührer wird in der kommenden Saison aber voll angreifen und zählt als Absteiger sicherlich zunächst zum Favoritenkreis um die vorderen Plätze. Die nötige Zweikampfhärte holte man sich dabei auch schon in der Vorbereitung ab, denn neben dem Hallentraining stand auch eine besondere Einheit im Jiu-Jitsu auf dem Programm.
HG Oftersheim/Schwetzingen
Ebenfalls aus der 3. Liga stößt die HG Oftersheim/Schwetzingen in die Regionalliga hinzu. Über die gesamte Saison hinweg hatte man mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen musste gezwungenermaßen 32 (!) verschiedene Spieler einsetzen. So reichte es am Ende nur zu Platz 15 und 10:50 Punkten.
Die HG geht nun mit einem neuformierten Trainerteam um Headcoach Christoph Lahme in die neue Regionalliga-Saison. Als Co- und Athletiktrainer wurde Nils Trautner, als Torwarttrainer Sebastian Kaiser verpflichtet.
SKV Unterensingen
So ziemlich entgegengesetzt verlief die Saison für den SKV Unterensingen. Die „Spitzmäuse“ aus der rund 5.000-Seelen-Gemeinde im Landkreis Esslingen konnten sich zum Jahresende mit neun Siegen in Serie absetzen und fuhren so hochverdient den Staffelsieg ein. Nach 26 Spielen in der Staffel 2 standen 779:695 Tore und 40:12 Punkte zu Buche für die Mannschaft ums Trainerteam Michael Schwöbel und Michael Hackius. Dabei kann der SKV neben vielen altbewährten Kräften wie Kapitän Mike Pracht oder Torhüter Marvin Heinz auch auf die beiden Neuzugänge vom TSV Neuhausen Filder bauen. Mit Philipp Keppeler und Luis Sommer kommen zwei drittligaerfahrene Akteure, die sicherlich weitere Qualität ins Spiel der Blau-Weißen einbringen werden.
Besonders bemerkenswert ist die Heimstärke der „Spitzmäuse“: Über drei Spielzeiten gesehen, verlor der SKV gar nur zwei Partien im eigenen Wohnzimmer.
Als Aufsteiger wird der SKV also versuchen die Euphorie und Heimstärke mitzunehmen und sich schnellstmöglich in der Regionalliga zu etablieren.
TSV Schmiden
Die Aufstiegseuphorie und somit auch die Vorfreude auf die Spielzeit werden bei den Pumas aus Schmiden ebenfalls groß sein. Besonders die Derbys rund um Stuttgart gegen Waiblingen, Weinstadt, Ostfildern und Unterensingen bringen besonders viel Brisanz mit und diesen Spielen wird sicherlich noch einmal mehr entgegengefiebert.
In der vergangenen Spielzeit konnte man sich haarscharf gegen Meißenheim durchsetzen und blieb dabei am letzten Spieltag cool. Mit 33:23 entschied man das Spiel in Herrenberg für sich und hatte somit auch im Fernduell mit dem Team aus Südbaden die Nase vorne. Inmitten der Aufstiegsfeier wurde auch direkt eine Kampfansage in Richtung Regionalliga geschickt: „Mit dieser Abwehr werden es auch alle Gegner in der Regionalliga schwer gegen uns haben“, sagte ein stolzer TSV-Trainer Richard Babjak.
HTV Meißenheim
Nach dem Drama in der regulären Saison erlebte der HTV auch in der Relegation einen wahren Handballkrimi. Beziehungsweise deren gleich zwei, denn die Duelle mit dem TSV Wolfschlugen waren beide nahezu auf Augenhöhe. Nachdem der TSV das Hinspiel mit 30:31 in Meißenheim gewinnen konnte, revanchierte sich der HTV im Rückspiel mit 34:35 und stieg somit aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore in die Regionalliga auf!
Das Team von Trainer Christoph Baumann aus dem Bezirk Südbaden hatte mit Alexander Velz einen der überragenden Akteure der Saison in seinen Reihen. Mit 167 Treffern – alle aus dem laufenden Spiel heraus – erzielte der ehemalige Bietigheimer die drittmeisten Tore der Staffel 1. Das der Teamgeist aber viel wichtiger ist als der Erfolg des Einzelnen, zeigt auch die Philosophie im Verein: Der HTV nutzt den afrikanischen Wert „Ubuntu“ als Leitbild. Das bedeutet: "Ich bin, weil wir sind."
Der HTV hofft also sicherlich auf die Torgefahr von Alexander Velz, weiß aber auch, dass es nur geschlossen im Kollektiv zum Erfolg führt.