Regionalliga-Vorschau Männer: Verwandeln die Jets ihren Meistermatchball?

  15.04.2026    Regionalliga
Noch drei Spiele stehen an, an diesem Wochenende hat der TSB Schwäbisch Gmünd in Neuhausen den ersten Matchball zur Meisterschaft. Dahinter kämpfen die Teams um den zweiten Aufstiegsplatz.
Sa. 19:30 Uhr – SG Heddesheim vs. TV Plochingen 

Den Start in den 28. Spieltag macht das Duell zwischen den Löwen aus Heddesheim und dem TV Plochingen. Das Team aus Heddesheim hielt zuletzt beim Tabellenführer aus Schwäbisch Gmünd gut mit, war bis zum 23:21 in Schlagdistanz, doch nach acht torlosen Minuten schwammen alle Felle dahin. Am Ende stand ein deutliches 37:23 auf der Anzeigetafel und das Team von Frank Schmitt musste die Heimreise ohne Punkte antreten.

Ganz anders dagegen verlief der Spieltag für den TVP: Der 33:30-Heimsieg über Neuenbürg soll noch einmal Auftrieb für die letzten drei Saisonspiele geben und nun soll in Heddesheim der nächste Sieg folgen. 

Dabei spricht vor allem das Hinspiel für eine spannende Partie, denn Mitte Dezember gewannen die Löwen mit 31:32 in der Schafhausäckerhalle. Beide Teams schenkten sich nichts und so war es der Treffer von Philipp Badent, der 15 Sekunden vor Schluss die Entscheidung brachte. Auch im Rückspiel dürfen sich die Fans also auf eine intensive Partie einstellen.

Sa. 19:30 Uhr – HC Neuenbürg 2000 vs. TSV Heiningen 1892

Der Tabellenvierte aus Heiningen reist am Samstagabend nach Neuenbürg und will dort seine Aufstiegshoffnungen weiter hoch halten. Hierfür ist ein Auswärtssieg absolut Pflicht und aufgrund der Tabellensituation ist das Team von Hagen Gunzenhauser und Mike Wolz auch der klare Favorit. Neuenbürg liegt auf dem elften Rang und somit im Mittelfeld der Tabelle.

Das Hinspiel ging mit 39:34 an die Staren und sie werden an diese Leistung anknüpfen wollen, um auch das zweite Aufeinandertreffen für sich zu entscheiden. Dabei hofft der TSV auch auf einen Einsatz von Linksaußen Moritz Fink, der zuletzt beim Heimsieg über Neuhausen ausfiel.

Sa. 20:00 Uhr – TVS 1907 Baden-Baden vs. MTG Wangen

Unterschiedlicher könnten die Ausgangslage auch in diesem Duell wohl kaum sein. Während der TVS Baden-Baden weiter um den Aufstieg kämpft und sie sich aktuell auf dem dritten Rang in der Verfolgerrolle befinden, geht es für die MTG gegen den Abstieg. Drei der letzten vier Spiele konnte das Team von Sandro Catak für sich entscheiden und auch das Hinspiel ging beim 24:37-Auswärtserfolg klar an die Grün-Weißen.

Dabei kommt dem TVS gelegen, dass Spielmacher Jeremias Seebacher nach seiner Verletzung wieder zu alter Form zurückgefunden hat, wie er beim Siegtreffer in Weinstadt eindrucksvoll bewiesen hat. Ein Heimsieg scheint nun aber Pflicht, da der Konkurrent aus Albstadt mit dem Tabellenschlusslicht aus Blaustein eine vermeintlich einfache Aufgabe vor sich hat.

Sa. 20:00 Uhr – TSV 1866 Weinsberg vs. SG Weinstadt

Nach dem Last-Second-Sieg in Willstätt sind auch die Hoffnungen des TSV Weinsberg auf den Aufstieg weiter am Leben. Nun gilt es, im Heimspiel gegen Weinstadt nachzulegen und sich keine Minuspunkte mehr zu erlauben. Dabei hoffen Edin Hadzimuhamedovic und Co. sicherlich auf eine ähnlich hervorragende Vorstellung von Spielmacher Jan Pröllochs wie am vergangenen Wochenende. Denn Pröllochs war nicht nur dank seiner 13 Tore der Matchwinner, er war es auch, der in der letzten Aktion Verantwortung übernahm und den Siegtreffer erzielte.

Auf der anderen Seite werden sich die Waschbären aus Weinstadt genau auf ihn einstellen und versuchen, seine Kreise einzudämmen. Es bleibt abzuwarten, wer am Samstag dem Spiel seinen Stempel aufdrückt.

Sa. 20:00 Uhr – TSV 1899 Blaustein vs. HSG Albstadt 

Betrachtet man das Restprogramm der HSG aus Albstadt, so sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Denn mit Blaustein, Neuhausen und Waiblingen trifft man auf drei Gegner aus dem unteren Tabellendrittel. Doch die Regionalliga hat in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass Überraschungen drin sind und so wird Andreas Wendel sein Team vor jedem Gegner ausdrücklich warnen.

So auch vor dem Schlusslicht aus Blaustein, welches bereits seit einiger Zeit als Absteiger feststeht. Zuletzt war gegen Steißlingen beim 43:26 nichts zu holen, auch wenn Daniel Schmid mit neun Treffern herausragte. Und wer weiß, vielleicht ist vor heimischer Kulisse und ohne jeglichen Druck ja eine Überraschung drin gegen den Tabellenzweiten.

Sa. 20:00 Uhr – TV 1893 Neuhausen/E. vs. TSB Schwäbisch Gmünd

Meistermatchball Nummer eins! Die Jets aus Schwäbisch Gmünd befinden sich derzeit auf einem Höhenflug und scheinen nichts mehr anbrennen zu lassen. Sechs Siege in Folge stehen für das Team von Aaron Fröhlich zu Buche. Aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs mit den Konkurrenten aus Albstadt und Baden-Baden wären die Jets bei einem Auswärtssieg im Ermstal nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Dabei werden sie sicherlich von einer Vielzahl an Anhängern unterstützt, denn nach dem Derbysieg in Weinstadt vor 250 eigenen Fans werden auch am Wochenende sicherlich viele den Weg in die Hofbühlhalle auf sich nehmen. 

Ob es dann zur Meisterfeier kommt, oder der TVN einen Strich durch die Rechnung macht, erfahren wir ab 20:00 Uhr.

Sa. 20:15 Uhr – VfL Waiblingen vs. TuS Steißlingen 

Mittendrin im Kampf um den Aufstieg befindet sich auch der TuS Steißlingen. Durch den Erfolg am vergangenen Wochenende über Blaustein kletterten die “Racoons” mit nun 36:18 Punkten auf den fünften Tabellenplatz. Damit festigte das Team seine Position in der Spitzengruppe der Regionalliga und wahrte den Anschluss nach ganz oben.

Gegen Waiblingen wird aber nun eine ganz andere Partie erwartet als gegen Blaustein, denn die Tigers befinden sich noch mitten im Abstiegskampf. Und auch das Hinspiel war an Dramatik nicht zu überbieten. Im Dezember traf Daniel Weber nach einem Ballverlust und dem schon verloren geglaubten Spiel in letzter Sekunde zum 30:30. 

 

So. 17:00 Uhr – HSG Ostfildern vs. HSG Willstätt/Hanauerland

Am Sonntag findet zum Abschluss des Spieltags noch die Partie zwischen Ostfildern und Willstätt statt. Die Gäste werden unter der Woche geknickt gewesen sein, denn die hauchdünne Niederlage gegen Weinsberg schmerzte sehr. Auch wenn HSG-Trainer Michael Bohn den Aufstieg für nicht mehr realistisch hält, so sind die Ortenau-Handballer mit 34:20 Punkten weiter in Schlagdistanz. Ein Auswärtssieg und Ausrutscher der Konkurrenten und schon ist in diesem verrückten Aufstiegsrennen wieder alles möglich.

Foto: Immer