Regionalliga-Bericht Männer: Jets sind Meister, Albstadt und Baden-Baden weiter gleichauf

  20.04.2026    Regionalliga
Drei Spieltage vor Schluss steht der neue Meister der Regionalliga Baden-Württemberg fest: Der TSB Schwäbisch Gmünd! Die Jets gehen somit als Aufsteiger Nummer eins in die 3. Liga des DHB, um den zweiten Platz wird sich währenddessen weiter heiß gestritten.
SG Heddesheim vs. TV Plochingen 35:34 (14:19)

Wenn Heddesheim und Plochingen aufeinandertrifft, dann ist in dieser Spielzeit Hochspannung garantiert. Nach dem 31:32 in der Schafhausäckerhalle gewinnt die SG nun erneut hauchdünn mit 35:34 und dreht die Partie dabei in der zweiten Hälfte. Zur Pause lagen die Löwen noch mit 14:19 zurück und auch zehn Minuten vor Abpfiff hatten die Gäste beim 27:31 noch die besseren Karten. Doch Heddesheim gab sich nicht geschlagen, glich zuerst durch Louis Maurer aus und setzte dann durch Niko Kettner den entscheidenden Treffer.

An der Tabellensituation ändert sich durch den 35:34-Heimsieg für beide Teams nichts, Heddesheim verweilt weiter auf dem neunten, Plochingen auf dem 15. Rang.

HC Neuenbürg 2000 vs. TSV Heiningen 1892 27:42 (13:23)

Die Staren halten den Druck auf die Konkurrenz im Aufstiegsrennen weiter hoch. Beim 27:42 in Neuenbürg waren bereits zur Pause die Weichen für den doppelten Punkterfolg gestellt, denn die Jungs um das Trainerduo Gunzenhauser/Wolz führten mit 13:23. Die Offensivmaschine lief wie am Schnürchen und Goalgetter Moritz Fink war nach einer Woche Abwesenheit direkt wieder auf Betriebstemperatur. Mit neun Treffern war der Linksaußen der beste Schütze der Gäste. Besonders bemerkenswert: Alle Spieler, bis auf Torhüter Talha-Emre Kabak konnten sich beim TSV in die Torschützenliste eintragen - somit freut man sich im Lager der Staren über eine geschlossene Teamleistung und zwei wichtige Punkte bei den Foxes.

Diese bleiben weiterhin auf dem elften Rang, die Staren belegen Platz vier und lauern weiter auf Ausrutscher der HSG Albstadt und/oder des TVS Baden-Baden. Am kommenden Spieltag empfängt der TSV den frisch gebackenen Meister aus Schwäbisch Gmünd - diese Partie wird also mit Spannung erwartet.

TVS 1907 Baden-Baden vs. MTG Wangen 29:27 (17:15)

Bis der 19. Saisonsieg des TVS perfekt war, galt es, einige bange Momente zu überstehen. Die MTG Wangen, die tief im Abstiegssumpf steckt, war ein Gegner der vor 400 Zuschauern in der Sandweierer Rheintalhalle mit dem Mut der Verzweiflung zu Werke ging. 

„Wir haben das Herz auf der Platte gelassen, Nuancen haben entschieden, letztlich hat die cleverere Mannschaft gewonnen“, sagte Wangens Trainer Tobias Müller. Dem wollte und konnte TVS-Coach Sandro Catak nicht widersprechen. „Wenn du nicht am Anschlag spielst, dann bekommst du in der Regionalliga gegen jeden Gegner Probleme. Als es darauf ankam, waren wir aber da. Was zählt, sind die Punkte und die bleiben hier“, so Cataks Erkenntnis nach einer Partie, die einerseits spielerisch einige Wünsche offenließ, andererseits die Fans mit Kampf und Spannung bis in die Schlussphase hinein gut unterhielt.

TSV 1866 Weinsberg vs. SG Weinstadt 32:25 (17:13)

Der TSV Weinsberg zeigt sich souverän beim 32:25-Start-Ziel-Sieg über Weinstadt und hält somit seine Aufstiegsträume am Leben. Die Blau-Weißen starteten wie die Feuerwehr und führten schnell mit 4:0. Tim Titzmann traf und zwang die SG somit zur frühen Auszeit. Zwar kämpften sich die Waschbären in die Partie und waren beim 5:4 wieder auf Tuchfühlung, doch nun gaben die Hausherren wieder die richtige Antwort und zogen auf 10:4 davon. 

Angeführt vom starken Trio Nils Eilers, Jan Pröllochs und Max Zeisler, die alle jeweils sechs Torerfolge verbuchen konnten, ließ Weinsberg auch in der zweiten Hälfte nichts mehr anbrennen und siegt klar mit sieben Toren Differenz. Auch wenn der Aufstieg unwahrscheinlich ist, so hofft man im Lager des TSV weiter und muss seinerseits die letzten beide Spiele unbedingt gewinnen. Die Gegner im Restprogramm lauten dabei Waiblingen und Ostfildern.

TSV 1899 Blaustein vs. HSG Albstadt 28:42 (13:24)

Noch deutlicher war die Partie zwischen Blaustein und der HSG Albstadt. Der Tabellenzweite gab sich keine Blöße und machte mit dem Schlusslicht kurzen Prozess. Bereits zur Pause war die Messe gelesen (13:24) und auch im zweiten Durchgang ließ das Team von Andreas Wendel nichts mehr anbrennen. Er rotierte munter und somit trug jeder Spieler seinen Teil zum Auswärtssieg bei. Bis auf Torhüter Edis Camovic gelang auch jedem Spieler mindestens ein Treffer. Aus dieser tollen Teamleistung ragte Noa-Gabriel Alilovic mit acht Treffern heraus. 

Nun folgen für Albstadt noch die beiden Duelle mit den beiden abstiegsbedrohten Teams aus Neuhausen und den Tigers aus Waiblingen.

TV 1893 Neuhausen/E. vs. TSB Schwäbisch Gmünd 29:31 (16:18)

Der TSB Schwäbisch Gmünd schreibt Geschichte und steigt erstmals in der Vereinsgeschichte in die dritte Liga auf. Zum Ende mussten sie zwar noch einmal zittern, aber nach 60 Minuten brachen dann alle Dämme und das Team von Aaron Fröhlich feierte gemeinsam mit den rund 300 mitgereisten Fans eine feuchtfröhliche Aufstiegsparty.

Doch der Reihe nach: Zunächst hielten die abstiegsbedrohten Ermstäler gut mit, gingen bis zum 14:14 auch mehrfach in Führung. Doch dann zeigten die Gäste erstmals, zu welcher Leistung sie im Stande sind. Bis zum 22:29 bauten die Jets ihren Vorsprung kontinuierlich aus und schienen schon wie der sichere Sieger. Doch dann begann noch einmal das Nervenflattern und die Hausherren kämpften sich Tor um Tor heran. Beim Stand von 29:30 war es dann letztlich Niklas Burtsche, der die Erlösung brachte und den Deckel auf die Partie machte. 

Mit nun 43:13 Punkten ist der TSB Schwäbisch Gmünd nicht mehr einzuholen und feiert somit die Meisterschaft in der Regionalliga Baden-Württemberg - herzlichen Glückwunsch! 

VfL Waiblingen vs. TuS Steißlingen 35:28 (17:19)

Einen großen Dämpfer im Aufstiegsrennen musste derweil der TuS Steißlingen hinnehmen. Das Team vom Bodensee verlor die Auswärtspartie in der Rundsporthalle Waiblingen mit 35:28 und rutscht somit auf Platz sechs. 

Auf der anderen Seite dürfen sich die Waiblinger nach der turbulenten letzten Woche mit der negativen Spielwertung in Wangen und dem Heimsieg über Ostfildern nun über den endgültigen Klassenerhalt freuen und können nur noch schwer vom 12. Rang verdrängt werden.

Überragender Akteur des Abends war Lion Haase mit zehn Torerfolgen.

 

HSG Ostfildern vs. HSG Willstätt/Hanauerland 43:36 (19:18)

Endgültig aus ist der Traum von der dritten Liga für die HSG Willstätt/Hanauerland. Das Team von Michael Bohn musste in Ostfildern die dritte Niederlage in Folge hinnehmen und hat mit nun 34:22 Zählern keine Chance mehr auf den zweiten Rang. 

„Bis zur 40. Minute ging es noch, dann sind wir auseinandergebrochen“, analysiert HSG-Trainer Bohn die Partie. Zwischen der 37. und 40. Minute setzte sich Ostfildern vorentscheidend ab: Treffer von van der Mei und ein Doppelschlag von Neuzugang Luis Foege sorgten für das 27:21 (40.), über die Spielstände 32:24 (47.) und 35:28 (51.) war die Partie früh entschieden.

Bereits am kommenden Freitag um 20:30 Uhr wartet mit dem Baden-Derby gegen den TVS Baden-Baden in der Hanauerlandhalle das nächste Highlight auf das Team aus der Ortenau. Und auch das Siegerteam aus Ostfildern darf sich auf ein Derby freuen:  Am Samstagabend gehts auswärts zum TV Plochingen.

Foto: Immer