Handball360: Der elektronische Spielberichtsbogen ist funktionsfähig
Am Donnerstagnachmittag hat das Handball360-Projektteam die Landesverbände informiert, dass der elektronische Spielberichtsbogen funktionsfähig für den Spielbetrieb ist. In vielen Bereichen ähnelt der ESB in Handball360 der ESB-Funktionsweise in den alten Systemen. In vor allem zwei Punkten gibt es aber für Vereinsverantwortliche und Trainer Änderungen zu beachten.
Der erste entscheidende Punkt ist, dass die Trainer den Spieltagskader schon im Vorfeld in ihrem privaten Trainerbereich vorbereiten können und sollten. Ein großer Vorteil ist, dass dies zeit- und ortsunabhängig geschehen kann. Voraussetzung dafür ist, dass die Vereinsverantwortlichen im Handball360-Vereinsbereich Spieler, Trainer und Mannschaftsoffizielle dem Saison-Teamkader zugeordnet haben (hier gibt es dafür eine Anleitung). Anschließend kann sich ein Trainer beispielsweise am Vortag eines Spiels in seinen privaten Handball360-Bereich einloggen und alle Spieler und Offizielle des konkret anstehenden Spiels eintragen. Natürlich können am Spieltag selbst – auch noch kurz vor Anwurf – Änderungen hinsichtlich Spieler, Rückennummern und Mannschaftsoffiziellen vorgenommen werden.
Die zweite wichtige Neuerung ist, dass der elektronische Spielberichtsbogen über den Handball360-Vereinsbereich geöffnet und vom Schiedsrichter entsperrt werden soll – sofern der Weg über den Schiedsrichter nicht praktikabel ist, weil dieser beispielsweise zu spät in der Halle eintrifft, gibt es alternative Lösungen. Konkret bedeutet das: Der Verein kann einen Zugang definieren, über den der ESB direkt über handball360.net geöffnet werden kann. Zusätzlich kann ein Klubfunktionär mit Zugang zum Vereinsbereich des Klubs den Spielbericht öffnen. Es empfiehlt sich also für Vereine frühzeitig zu klären, wer an einem Heimspieltag die entsprechenden elektronischen Spielberichtsbögen öffnet.
So öffnet man in Handball360 einen Spielbericht:
- Mit dem definierten ESB-Zugang loggt sich der Heimverein über die Kachel „Elektronischer Spielbericht“ ein
- Es öffnet sich eine Liste mit allen Heimspielen des Vereins
- In der Zeile des entsprechenden Spiels klickt man auf den schwarzen Button „Spielbericht“
- Dadurch ist der elektronische Spielberichtsbogen geöffnet und man sieht eine Maske mit folgenden Informationen: Heimmannschaft, Gastmannschaft, Altersklasse, Geschlecht, Wettbewerb, Staffelbezeichnung, Saison, Halle und Spieldatum
In der Folge muss der vom Verband zugewiesene Schiedsrichter das Protokoll entsperren. Das gelingt über das Eingeben des privaten Passworts – es handelt sich hierbei um das Passwort zum privaten Handball360-Schiedsrichterbereich. Für den Fall, dass kein Schiedsrichter zugewiesen wurde oder der Schiedsrichter nicht erschienen ist, kann auch eine manuelle Zuweisung erfolgen, indem eine Person über die Handball-ID dem ESB hinzugefügt wird. Diese Person kann dann das Protokoll entsperren.
Alle weiteren Schritte sind aus den alten Systemen bekannt und intuitiv. In dieser Anleitung werden alle Bereiche des elektronischen Spielberichtsbogens detailliert erklärt. Es geht dabei um das nachträgliche Eintragen von Mannschaftsoffiziellen und Spielern, um für den Live-Bericht notwendige Informationen und vor allem um das Eintragen der Spielaktionen während der Partie. Wichtig zu wissen: Es empfiehlt sich, dass jede Person mit einer Rolle (beispielsweise Schiedsrichter, Trainer oder Mannschaftsverantwortlicher) immer das Passwort zu seinem privaten Handball360-Bereich parat hat. Zudem sollten Trainer eine Liste mit den Handball-IDs all ihrer Spieler griffbereit haben.
Aus technischer Sicht ist entscheidend: Für das Anlegen der Spieltagskader durch den Trainer im Vorfeld der Partie sowie das Aufrufen des ESB durch einen Vereinsverantwortlichen, die Entsperrung des Protokolls durch den Schiedsrichter und die Überprüfung der Mannschaftsoffiziellen und der Rückennummern der gemeldeten Spieler wird eine Internetverbindung benötigt. Für das Führen des elektronischen Spielberichtsbogen am Kampfgericht braucht es keine Internetverbindung. Erst wieder nach Ende der Partie braucht es eine Online-Verbindung für die ergänzenden Angaben, das Eintragen von Einsprüchen, das Unterschreiben von Schiedsrichtern und Mannschaftsoffiziellen und das Abschließen des Spiels.