Dortmund nach 29 Jahren wieder DHB-Pokalsieger
Mit einer bärenstarken Abwehr und einer überragenden Torfrau Sarah Wachter hatte Dortmund die erste Halbzeit im Griff. Bensheim/Auerbach benötigte sieben Minuten für sein erstes Tor, und so setzte sich der BVB in einer anfangs torarmen Partie mit einer 4:0-Serie auf 10:5 ab. Höhepunkt dieser Phase war ein Rückhandtor von Alina Grijseels. Der BVB traf von allen Positionen, bei der HSG lag wieder viel Verantwortung bei Nina Engel, die sich aber wie ihre Mitspielerinnen die Zähne an der Dortmunder Betonabwehr ausbiss.
Nach dem 15:11 zur Pause kehrten die Flames hochmotiviert aus der Kabine zurück. Allerdings stand die Angriffseffektivität einer schnellen Aufholjagd entgegen. Dortmund verteidigte weiter souverän, scheiterte im Angriff aber nun immer öfter an HSG-Torfrau Vanessa Fehr. Beim 18:19 waren die Flames wieder im Spiel – dann aber der Schock für die HSG in der 44. Minute: nach einem Foul an Alina Grijseels erhielt Meike Schmelzer einen direkte Rote Karte.
Mit einem Doppelschlag von Deborah Lassource und Torfrau Wachter baute der BVB den Vorsprung in Überzahl aus und lag nach 48 Minuten beim 23:18 wieder mit fünf Treffern vorne. Und damit war der Bensheimer Widerstand gebrochen, auf der Dortmunder Bank zählte man die Sekunden bis zum Abpfiff herunter – und dann war es nach 29 Jahren geschafft. Neben dem Pokalsieg gab es eine weitere Auszeichnung für den BVB, den Guro Nestaker wurde als Turnier-MVP ausgezeichnet. Die Norwegerin, die im Vorjahr mit der HB Ludwigsburg den Pokal gewonnen hatte, war mit sieben Treffern auch beste Werferin des Finales. Vanessa Fehr von den Flames wurde zur besten Turnier-Torfrau gewehrt, mit 15 Treffern war Ona Vegue (Blomberg) erfolgreichste Torschützin des Haushahn Final4 2026.