BWHV-Präsidium berät weiteres Vorgehen im Projekt „Handball360“

  21.08.2026    Handball360

Freiburg, 21. August 2026 – Die Einführung der Spielbetriebsplattform „Handball360“ stellt Handball-Deutschland weiterhin vor große Probleme. Der Handlungsdruck wächst – an diesem Wochenende finden die ersten Spiele im DHB-Pokal statt – in anderen Landesverbänden startet bereits die Saison. Im Baden-Württembergischen Handball-Verband e.V. (BWHV) startet die Regionalliga am 04. September. Aus diesem Grund hat sich das Präsidium des Baden-Württembergischen Handball-Verbandes e.V. (BWHV) am gestrigen Donnerstag, 20. August, zu einer außerordentlichen Sitzung getroffen.
Die Entscheidung zwischen einer weiteren Nutzung des bisherigen Systems Handball4all und einem Umstieg auf Handball360 stellt die Verbände bundesweit vor eine äußerst komplexe Abwägung. Grundlage für die weitere Bewertung bleiben dabei die Beschlüsse des Bundesrats des Deutschen Handballbundes (DHB) aus dem November 2025.
Das Präsidium des DHB wird am morgigen Samstag, 22. August, in einer Sitzung über mögliche Konsequenzen und Rahmenbedingungen für die Landesverbände beraten. Die Ergebnisse dieser Beratungen möchte der BWHV in seine Entscheidungsfindung einbeziehen.
„Hintergrund dieser Entscheidung sind insbesondere noch offene Fragen zu den finanziellen und organisatorischen Konsequenzen eines Verbleibs im bisherigen System Handball4all. Diese Auswirkungen hängen maßgeblich von den Beschlüssen und Rahmenbedingungen ab, die das DHB-Präsidium am morgigen Samstag beraten wird“, so BWHV-Präsident Peter Knapp.
Ein Verbleib bei Handball4all ist nicht nur aufwendig, sondern auch kostenseitig nicht absehbar. Daten müssen zwischen den Systemen ausgetauscht, gepflegt und synchronisiert werden.
Das Präsidium des BWHV ist bei seiner Entscheidungsfindung an formale Fristen zur Beschlussfassung gebunden, die eingehalten werden müssen. Vor diesem Hintergrund wurde bereits eine weitere Präsidiumssitzung für den 4. September 2026 terminiert. In diesem Rahmen sollen die notwendigen Beschlüsse für den BWHV und seine Vereine gefasst werden.
Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Verband die Arbeiten in beiden Systemen fortführen, um sämtliche Handlungsoptionen offenzuhalten und auf die anstehenden Entscheidungen auf Bundesebene angemessen reagieren zu können.