Beach Handball: Brüder Ismaning und 12 Monkeys Köln setzen sich die Beach-Krone auf
Neue Champions: Die Titel sind vergeben, im Beachhandball gibt es neue Deutsche Meister. Bei den Männern holten sich die 12 Monkeys Köln den Pokal, bei den Frauen triumphierten die Brüder Ismaning. Beide Sieger eint ein kurioses Detail.
Wie nahezu jedes Jahr zählten die 12 Monkeys Köln – gespickt mit einer Vielzahl Nationalspieler – auch in der 2026er-Auflage in Cuxhaven zu den Favoriten. Und dieser Rolle wurden die Domstädter letztlich im Finale gerecht. Gegen Titelverteidiger Beach & Da Gang feierten die Monkeys einen umjubelten Sieg in einem Shoot-Out, das in der Länge rekordverdächtig war. „Wie wir uns zurückgekämpft und das Spiel geholt haben, war der Wahnsinn, jetzt können wir richtig feiern“, erklärte Spieler Tim Krauth. Nach 10:14-Verlust der ersten Halbzeit drehten die Kölner mit einem 28:16 in Durchgang zwei und dem 7:2 im Shoot-Out das Endspiel. „Als Deutscher Meister kann man nur von einem gelungenen Wochenende sprechen, jetzt können wir richtig feiern“, ergänzte Krauth.
Die Bronzemedaille sicherten sich derweil die Nordlichter Youngstars – ein Debütant in diesem Jahr – mit dem Sieg im Spiel um Platz 3 über die Beach Panthers. „Wir hatten einen holprigen Start in unsere erste Deutsche Meisterschaft, konnten uns aber stark zurückfighten“, resümierte Keeper Bjarne Rollmann von den Youngstars. „Natürlich ist es schade, dass wir im Halbfinale gegen den späteren Champion verloren haben, aber Platz drei ist als Abschluss im ersten Jahr absolut positiv, darauf kann man aufbauen.“
Bei den Frauen stand indes schon vor dem Finale fest, dass es in diesem Jahr einen neuen Deutschen Meister geben würde. Titelverteidiger CAIPIranhas Bartenbeach unterlag im Halbfinale, im Endspiel landeten die Brüder Ismaning dann einen 2:0-Erfolg (18:14, 18:10) über die Young Guns Bremen – ebenfalls ein Debütantenteam. Dabei begann das Turnierwochenende für die Brüder mit einer Auftaktniederlage. „Dadurch hatten wir Druck, der aber nicht negativ war. Wir sind immer bei uns geblieben, haben uns gehypt und nach vorne geblickt“, verriet Marlene Münchow. „Wir hatten einfach Bock zu gewinnen, das hat uns zum Titel getragen.“ Platz drei und damit Bronze sicherten sich die Beach Unicorns gegen die entthronten CAIPIranhas.
Insgesamt zog Marten Franke, Bundestrainer der Männer und beim DHB in Verantwortung für den deutschen Beachhandball, ein positives Resümee: „Wir hatten zwei Tage tolles Wetter und durchweg super Stimmung, dazu starke Newcomer mit Silber bei den Frauen und Bronze bei den Männern“, erklärte Franke. „Beide Sieger haben es absolut verdient und die hohe Zahl an Shoot-Outs zeigt die dichte Qualität. Dazu haben wir viel positives Feedback zum neuen Modus erhalten.“ Und für einen verlief der Finalsonntag überdurchschnittlich erfolgreich: Severin Henrich, vergangenen Monat erst Weltmeister mit den Männern geworden, wurde als Spieler der 12 Monkeys Köln im Vorfeld der Finalspiele zum „Besten Abwehrspieler“ des Turniers gekürt. Anschließend coachte er die Frauen der Brüder Ismaning zum Titel, ehe er selbst im Sand mit den 12 Monkeys den Triumph feierte. Drei Titel an einem Tag – das schaffen im Sport nicht viele.
Die Endplatzierungen der Männer:
- 12 Monkeys Köln
- BHC BADG Münster
- Nordlicher Youngstars U21
- Beach Panthers Karlsruhe
- BHC Beach & Da Gang Youngsters
- Sand Devils
- Die Otternasen
- BHC Lechfeldkobras
- Nordlicher
Die Endplatzierungen der Frauen:
- Brüder Ismaning
- Young Guns Bremen
- Beach Unicorns
- Caipiranhas Bartenbeach
- Strandperlen Hamburg
- Beach and Da Gang Youngster Girls
- Despos Ottenheim
- Die Schweißperlen
- Dickes B
Quelle: handball.net
Foto: Frick