Baden-Württembergischer Handball-Verband e.V. verschiebt Einführung von Handball360
Freiburg, 24. August 2026 – Der Baden-Württembergische Handball-Verband e.V. (BWHV) wird die Einführung der Verbandssoftware Handball360 zur Saison 2026/27 zunächst verschieben. Vorausgegangen ist ein Beschluss des Präsidiums des Deutschen Handballbundes (DHB) vom 21. August, wonach auf Sanktionen gegenüber den Landesverbänden verzichtet werden, die Handball360 nicht vollumfänglich zum Start der Saison 2026/27 einführen, sofern bestimmte vom DHB festgelegte Rahmenbedingungen eingehalten werden.
„Wir möchten bereits heute unsere Vereine darüber informieren. Der Druck an der Basis aber auch aus den eigenen Reihen wurde in den letzten Tagen immer größer“, erklärt BWHV-Präsident Peter Knapp. „Wir haben bis zuletzt gehofft, die Einführung zum Saisonbeginn umsetzen zu können, zumal die Verschiebung mit immensen organisatorischen Hürden und erheblichem Mehraufwand verbunden ist.“
Eine der vom DHB vorgegebenen Rahmenbedingungen für die Sanktionsfreiheit ist, dass die Spielberechtigungen der Mannschaften, die am Spielbetrieb des Deutschen Handballbundes teilnehmen, weiterhin in Handball360 gepflegt werden müssen. Im Bereich des BWHV betrifft dies die Mannschaften der 3. Liga sowie der Jugendbundesligen. Insgesamt sind davon 43 Mannschaften mit rund 700 Pässen betroffen.
„Unser Ziel ist weiterhin, schnellstmöglich auf Handball360 zu wechseln, um die Mehrfachpflege so gering wie möglich zu halten“, betont Knapp. „Die nun mögliche Verschiebung verschafft uns die notwendige Zeit, offene Fragen zu klären und gemeinsam mit unseren Vereinen eine tragfähige und praxistaugliche Lösung zu erarbeiten. Gleichzeitig bleibt durch die Vorgaben des DHB ein nicht unerheblicher organisatorischer Aufwand bestehen.“
In den vergangenen Monaten hatte der Verband intensiv an den Vorbereitungen für die Einführung von Handball360 gearbeitet. Nach der aktuellen Entscheidung des DHB sieht der BWHV jedoch die Möglichkeit, den Einführungsprozess neu zu bewerten und die notwendigen Voraussetzungen gemeinsam mit Vereinen, Ehrenamtlichen und weiteren Beteiligten nochmals sorgfältig zu prüfen.
Der Baden-Württembergische Handball-Verband wird seine Vereine zeitnah über das weitere Vorgehen, die nächsten Schritte sowie einen aktualisierten Zeitplan informieren.